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Kamikaze-Vogel

Wieder mal (wie eigentlich jeden Tag am Wochenende) im Starbucks. Viel zu viele Leute, wie immer.
Rückfahrt, über Land, weil damit kann ich meinen Verbrauchsdurchschnitt verbessern (34.8 Meilen pro Gallone auf 37.8 MPG). Aber auf der Rückfahrt hab ich was komisches gesehen. Da war ein Hubbel, da bin ich rüber gefahren. Hecke, Strasse, Hecke. In 200 Metern ein Auto, dahinter nochmal eins. Die beiden Autos kommen immer näher und für einen kurzen Augenblick registriert mein rechtes Auge ein starkes rascheln im Gebüsch.
Ein schwarzer Vogel hüpft auf die Strasse, schwingt seine Flügel, ist 10 cm über dem Boden...

...PFLAAAATSCH...

...voll erwischt, gegen die Stossstange des ersten Autos!!! Hat er überlebt? Katzen können das ja überleben, bei Tempo 80 über den Haufen gekarrt zu werden, nur um dann nach ein paar Saltos (Salti?) wieder auf den Pfoten zu landen um fauchen abzuzischen. Aber ein Vogel?
Der Bruchteil einer Sekunde ging vorbei und die Lösung wurde mir vorgelegt. Auf der Strasse. Ein schwarzer Fleck mit unregelmässigem roten Muster drauf. War das wirklich der Vog...

...KNIIIIIIRRRRRRSCH...

...da ist das arme Flügelfiech gleich nochmal unter die Räder gekommen ... worden. Traurig.

Dieser Eintrag hat ich in etwa 5 Sekunden ereignet.

Mein Durchschnittsverbrauch lag zu diesem Zeitpunkt schonwieder bei gut 36 MPG.
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Samstags im Buero

Seit ziehmlich genau zwei Wochen haben wir im Buero anscheinend ein Problem mit unserem Beamer. Keine Sicherheitseinfuehrungen mehr fuer die Baustelle, weil unser Beamer hinueber ist. Und so hab ich mir halt gedacht, faehrste am Wochenende mal wieder nach Nottingham (da solls spezielle Converse Schuhe = Chucks geben) und tauscht dort bei PC World den ollen Beamer um. Also hiess es heut mal wieder um 7 aufstehen, duschen, rasieren und bei Starbucks fruehstuecken. Dann auf ins Buero = Baustelle. Komischerweise ist am Wochenende die Haupteinfahrt fuer die Baustelle gesperrt und ich musste zur Ausfahrt reinfahren. Der Wachmann an der Schranke war glaub auch eher am Schlaefchen machen als am aufpassen, aber mir eigentlich egal.

Also schnapp ich mir den (vermeindlich kaputten) Beamer und will ihn ausprobieren. Stecker rein. An-Knopf Beamer ... An-Knopf ... Gruebel. An-Knopf an der Steckdose. An-Knopf Beamer.

Toshiba. Der rote Schriftzug ist mal zu erkennen. So weit, so gut. Also Notebook anschliessen. Das Bild war grob unscharf, genau wie ich es mitgekriegt habe. Naja, also stell ich die Schaerfe ein. Einwandfrei. Also was nun? Doch umtauschen gehen obwohl es keinen Sinn macht? Vielleicht wirds ja erst nach einer gewissen Zeit unscharf? Hmm...

Naja, jetzt sitz ich hier am Samstagmorgen schon seit ner Stunde im Buero und warte drauf, dass das Bild unscharf wird. Aber irgendwie will das verdammte Bild einfach scharf bleiben.

Ich glaub Scrubs Staffel 5 Wartet daheim auf ein neuntes Mal schauen. Aber vorher trotzdem noch nach Nottingham.

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Die imperialistischen Einheiten

Schon wieder Wochenende. Endlich mal wieder ausschlafen, nichts tun und die Zeit im Starbucks vertrödeln. Genau das hab ich mir heute morgen gedacht und hab mich um 10 zum Starbucks geschleppt. Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, denn Starbucks in Newark an einem Samstagmorgen ist ein grosser Fehler. Zu viele Autos für zu wenig Parkplätze, Mark und zu viele Leute.
Der Parkplatz war zwar recht schnell gefunden, aber Starbucks war viel zu voll. Ausserdem waren alle "guten" Plätze besetzt, womit sich der 3-5-Stunden-Starbucksaufenthalt mit Buch lesen dann erledigt hatte.
Die ganze Stadt hat mich heute an einen gigantischen schweizer Bahnhof sonntagabends erinnert. An jeder Ecke standen Soldaten. Eigentlich waren es meistens lediglich Kinder in Soldatenuniformen, aber das Wort "Kindersoldat" wäre wohl falsch.
Diese "Poppy Appeals" (siehe vorheriger Eintrag) sind offensichtlich eine grössere Aktion und war nicht nur auf letztes Wochenende beschränkt. Jeder hat so ein Teil, überall gibt es sie und manche haben sogar ein übergrosses Exemplar vorne am Kühlergrill hängen.

Seit ich hier auf der Insel bin, finde ich immer grösseren Gefallen an englischen Einheiten. Zum Teufel mit Metern und Litern. Meilen, Gallonen, Yards, Feet und Inches sind so 1000x cooler wie der ganze metrische Quatsch :P
Ausserdem freuen sich die Engländer immer, wenn sie einem nicht-Engländer bei einem Bier im Pub das Universum der imperialen Einheiten beibringen. 3 feet = 1 yard = ~0.9m. Das ist viel praktischer als Meter, wiel 1 yard nämlich so ziemlich genau ein Schritt ist und man sich nicht abmühen muss, extra grosse Schritte zu machen.
Und wenn sie einem dann das Universum der imperialen Einheiten erklärt haben, kann man die -Rechenkünste des Gegenüber testen. Wo ist das Bier günstiger? In der Schweiz oder in England? Und dann fängt das Rechnen an. £1 = 2.45 Fr., 1 Pint = 0.125 gallonen = 0.125 x 4.54 liter, 1 "Stange" evtl 0.5 liter. Wir sind am Mittwochabend auf kein eindeutiges Resultat gekommen.
Will man das ganze noch weiter führen, treibt man es auf die Spitze und versucht Meilen pro Gallone (MPG) in Liter pro 100 km umzurechnen. Und spätestens nach 2 Bier, ist das definitiv nicht mehr möglich.
Vonwegen MPG. Ich mag Ford-Autos nicht und finde es unglaublich, dass der Ford Fiesta mit einer Gallone Benzin 10 Meilen weniger weit kommt als der Opel Vectra mit einer Gallone Diesel.
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Uhhhh, gruselig

Gestern morgen, frueh raus. 8 Uhr Golfplatz. Wie jeden Samstag wenn ich meinen Onkel in Grimsby besuchen gehe. Ich darf zwar nicht selber spielen, aber zuschaun kann auch spanne... nein, kann es eigentlich nicht und ist es eigentlich auch nicht. Jede andere Taetigkeit ist 1000x spannender als beim Golf zuzusehen. Echt fei. Ausserdem wurde ich von einem Vorstandsmitglied auf meine Jeans angesprochen "Jeans are not allowed on this golf course...just as a reminder!!!". BAAAATZ, ja du DEPP, ich Hass fei jetzt Golf wegen dir. (Und wegen diesem anderen Typen der einfach kreuz und quer min seinem Buggy ueber den Kurs gefahren ist.)

Immerhin wurde der Nachmittag aufregender. Starbucks. Kaffee. Aber warum fangen die schon anfang November damit an die Weihnachtsbecher rauszukramen?? Fast schon so schlimm wie der ASDA (=Wallmart) am Halloweenabend. Packt den ganzen Halloweenkram aus den Regalen und faengt an, Weihnachtszeug auszustellen.

HALLOOOOO!!!! ES IST ANFANG NOVEMBER!!!! Noch knapp ein sechstel des Jahres muss vergehen, bis Weihnachten wirklich anfaengt!

Aber egal. So hab ich dann wieder 20£ fuer CD's ausgegeben, mein Handy mit 10£ aufgeladen und ein paar Fotos gemacht.

Seit einigen Tagen laufen hier viele Leute mit einem Roten Sticker an der Jacke rum. Sieht aus wie...Papier, ist auch Papier, hat aber ne Bedeutung. Auf dem Ding steht "Poppy Appeal" (-> Wikipedia) und wird anscheinend jedes Jahr zum Gedenken an Veteranen und gefallene Soldaten in Kriegen verteilt...gegen eine kleine Spende. Und so hab ich es mir nicht nehmen lassen mir auch so eine "Blume" (Mohn) zu besorgen.

Denn im Einkaufszentrum war ein solcher Stand mit Soldatenhaft verkleideten noch-fast-Kindern. Auf die Frage, wie teuer so ein Teil sei, meinte der Junge: "Ist um sonst, aber du kannst eine Kleine Spende machen." (natuerlich in Englisch). Super denk ich mir und zueck mein Portemonnaie.

Bob's Gedankengaenge: "Hmm...was hamm wir denn da. Ein bissel kleines Muenz, aber das brauch ich fuer Parkautomaten. Hmm...ich hab doch vorhin 40£ am Automaten abgehoben, wo ist das Geld hin? Genauuu...jetzt erinnere ich mich wieder, 10£ Handy und 20£ CD's und den Kaffee hab ich mit der Starbucks-Card bezahlt. Sind noch 5.06£ drauf. *froi*, dann kann ich ja die naechsten zweimal bei Starbucks wieder mit der Karte bezahlen. *froifroi*. Das macht dann zwei kaffees und zwei muffins *froifroifroi*."

Also zueck ich meine uebrig gebliebenen 10£-Note.

Bob's Gedankengaenge: "Soll ich? Soll ich nicht? 10£ sind 25 Franken. Das ist halt schon viel. Aber ist ja fuer einen guten Zweck. Aber Diesel ist hier so teuer und ich muss noch tanken. Oder ich koennt mir 2 CD's kaufen von dem Geld. Oder ich koennt es auch fuer sinnvolles ausg...naaaaain, kommt ja gar nicht in Frage, haha. Obwohl...tust mal was gutes. Jeden Tag ne gute Tat. Ist zwar ein Pfadfinderspruch und du bist kein Pfadfinder, aber egal."

Also will ich die 10£ in die Kasse stecken und hoer dann nur so den einen von den beiden Jungs sagen: "It's ok ...... take it! It's free!" Ich hab ihm nicht in die Augen geschaut, weil ich schwer erstaunt war ueber den Gesichtsausdruck seines Kollegen, der ein bisschen kleiner und ein bisschen (viel) dicker war als der andere. Unglaublich. Eine Mischung aus Angst, dem Gedanken "ahhh...der FEIND!!!!", geh schnell weg. Ich hab sowas noch nie gesehen vorher, aber der Gesichtsausdruck fliegt vor meinem inneren Auge auch jetzt noch herum, am Morgen danach.

Uhhhh, Gruselig...

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Cupholder

Seit heute Nachmittag ist mir klar: Mein erster Eindruck von englischen Bauarbeitern ist absolut miserabel ... und ich mag sie nicht. Die Arbeitszeiten der Arbeiter auf unserer Baustelle die unsere Bueros renovieren sind eigentlich recht einfach beschrieben.
Ankunft auf Baustelle, 7.30h.
7.45h Teepause.
10.00h Teepause.
12.00h Mittagspause.
15.00h Teepause.
17.00h Feierabend.
Das ist nicht gerade motivierend, besonders wenn man immer ausgerechnet zu jenen Zeiten auf die Baustelle kommt, wenn die am Tee trinken sind. In der Annahme, dass Freitags dann halt auch bis 17.00 arbeiten wuerden (jaaa, ein bisschen naiv, ich weiss!!) bin ich dann auch um kurz vor fuenf auf die Baustelle und musste mit Entsetzen feststellen, dass niemand mehr da war. Ausserdem sah es aus wie ein Saustall und drum werd ich Montag morgen mit dem Vorarbeiter mal ein Woertchen wechseln (harrharrharr).
However. Immerhin stand das Wochenende vor der Tuer. Und ich hatte einen 60meilen-Tripp vor mir, um nach Grimsby ans Meer zu fahren. Unterwegs schnell was essen bei McDo und nen Kaffee mitnehmen fuer unterwegs. Was mich dann zu der Vermutung gefuehrt hat, dass McDo ein Abkommen mit Opel haben koennte welches besagt, dass Opel die Cupholder in den Autos exakt auf die Groesse der McDo-Becher abstimmt. Denn der Becher hat genau reingepasst. Kein rumwackeln, kein umkippen, perfekt. Das Auto hat sich mit Kaffeedurft gefuellt und meine eigentliche Reise konnte losgehen, mit 80mph und Tempomat ueber englische Strassen.
Englische Strassen sind im allgemeinen nicht in schlechtem Zustand und man kann eigentlich recht zuegig von einem Ort zum anderen kommen. Ein Problem ergibt sich erst Nachts, wenn man auf die eigenen Scheinwerfer und die nicht vorhandenen Strassenbeleuchtungen angewiesen ist. Aus Kontinentaleuropa war ich an diese weiss-schwarzen Reflektorstangen am Strassenrand gewoent, alle 50 meter. Aber hier??? NIX. Nur so pissige Dinger am Boden die meistens nichtmal mehr reflektieren, weil sie zu alt sind. Mit Fernlicht ist nix zu machen, weil andauernd Autos entgegenkommen. Und manchmal, wenn man besonders "Glueck" hat, erkennt man dann auch in 100 metern Anzeichen von Schildern, die einem andeuten, dass hier gleich eine 90 grad Kurve kommt und man besser bremsen sollte *grummelgrummel*.
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