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Die imperialistischen Einheiten

Schon wieder Wochenende. Endlich mal wieder ausschlafen, nichts tun und die Zeit im Starbucks vertrödeln. Genau das hab ich mir heute morgen gedacht und hab mich um 10 zum Starbucks geschleppt. Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, denn Starbucks in Newark an einem Samstagmorgen ist ein grosser Fehler. Zu viele Autos für zu wenig Parkplätze, Mark und zu viele Leute.
Der Parkplatz war zwar recht schnell gefunden, aber Starbucks war viel zu voll. Ausserdem waren alle "guten" Plätze besetzt, womit sich der 3-5-Stunden-Starbucksaufenthalt mit Buch lesen dann erledigt hatte.
Die ganze Stadt hat mich heute an einen gigantischen schweizer Bahnhof sonntagabends erinnert. An jeder Ecke standen Soldaten. Eigentlich waren es meistens lediglich Kinder in Soldatenuniformen, aber das Wort "Kindersoldat" wäre wohl falsch.
Diese "Poppy Appeals" (siehe vorheriger Eintrag) sind offensichtlich eine grössere Aktion und war nicht nur auf letztes Wochenende beschränkt. Jeder hat so ein Teil, überall gibt es sie und manche haben sogar ein übergrosses Exemplar vorne am Kühlergrill hängen.

Seit ich hier auf der Insel bin, finde ich immer grösseren Gefallen an englischen Einheiten. Zum Teufel mit Metern und Litern. Meilen, Gallonen, Yards, Feet und Inches sind so 1000x cooler wie der ganze metrische Quatsch :P
Ausserdem freuen sich die Engländer immer, wenn sie einem nicht-Engländer bei einem Bier im Pub das Universum der imperialen Einheiten beibringen. 3 feet = 1 yard = ~0.9m. Das ist viel praktischer als Meter, wiel 1 yard nämlich so ziemlich genau ein Schritt ist und man sich nicht abmühen muss, extra grosse Schritte zu machen.
Und wenn sie einem dann das Universum der imperialen Einheiten erklärt haben, kann man die -Rechenkünste des Gegenüber testen. Wo ist das Bier günstiger? In der Schweiz oder in England? Und dann fängt das Rechnen an. £1 = 2.45 Fr., 1 Pint = 0.125 gallonen = 0.125 x 4.54 liter, 1 "Stange" evtl 0.5 liter. Wir sind am Mittwochabend auf kein eindeutiges Resultat gekommen.
Will man das ganze noch weiter führen, treibt man es auf die Spitze und versucht Meilen pro Gallone (MPG) in Liter pro 100 km umzurechnen. Und spätestens nach 2 Bier, ist das definitiv nicht mehr möglich.
Vonwegen MPG. Ich mag Ford-Autos nicht und finde es unglaublich, dass der Ford Fiesta mit einer Gallone Benzin 10 Meilen weniger weit kommt als der Opel Vectra mit einer Gallone Diesel.
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