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Z'morge im Büro

Mein zweitletztes Wochenende in England und was mach ich? Genau, meinen Bericht endlich mal fertigschreiben. Und wo? Im Büro. Mit Frühstück von Morrisons, heute morgen an einem Sonntag um 10am eingekauft.

Z'morge im Büro
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Sandkasten

Irgendwie ist der heutige Tag nicht so schnell und reibungslos vorbeigegangen wie gestern. Oder die Tage davor. Ich sitz zwar jetzt wieder in meinem Sessel und schau TV, aber irgendwie war heute anders. Mal abgesehen davon, dass es heute Mittag eigentlich eher danach ausgsehen hatte ich wolle mich mit meinem Mini-Taschenmesser erlegen als meine Orange auf dem Schreibtisch war der Tag recht "durchschnittlich". Nix besonderes, nix neues, einfach nix. Wieder musste ich rausfinden, Kaffee kann doch sehr nahrhaft sein, wenn man nur genug davon ich sich rein giesst. Und nachdem ich gestern drei Kannen Kaffee über den ganzen Tag gemacht hatte und nur zwei Tassen abbekommen hatte, war heute immer Kaffee da, sogar auch ohne welchen selbst zu machen.
Eigentlich hatte es die ganze letzte Nacht den Boden erfrieren lassen, aber heute Nachmittag dann irgendwann, war wohl der Boden nimmer so gefrohren. Jedenfalls bin ich kurzzeitig auf der Baustelle mal mit einem Fuss bis halb ans Knie im Boden versunken *arrrrg*. Kombiniert mit dem Schlamm von den Pfählungsarbeiten nebenan, ergab sich daraus dann eine äusserst ergiebige Schuhverdreckung, die nach einer halben Stunden im Büro dann in Bröseln und Sand von meinen Schuhen fiel. Und drum hab ich jetzt meinen eigenen Sandkasten unter meinem Schreibtisch *harharhar*.
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Samstags im Buero

Seit ziehmlich genau zwei Wochen haben wir im Buero anscheinend ein Problem mit unserem Beamer. Keine Sicherheitseinfuehrungen mehr fuer die Baustelle, weil unser Beamer hinueber ist. Und so hab ich mir halt gedacht, faehrste am Wochenende mal wieder nach Nottingham (da solls spezielle Converse Schuhe = Chucks geben) und tauscht dort bei PC World den ollen Beamer um. Also hiess es heut mal wieder um 7 aufstehen, duschen, rasieren und bei Starbucks fruehstuecken. Dann auf ins Buero = Baustelle. Komischerweise ist am Wochenende die Haupteinfahrt fuer die Baustelle gesperrt und ich musste zur Ausfahrt reinfahren. Der Wachmann an der Schranke war glaub auch eher am Schlaefchen machen als am aufpassen, aber mir eigentlich egal.

Also schnapp ich mir den (vermeindlich kaputten) Beamer und will ihn ausprobieren. Stecker rein. An-Knopf Beamer ... An-Knopf ... Gruebel. An-Knopf an der Steckdose. An-Knopf Beamer.

Toshiba. Der rote Schriftzug ist mal zu erkennen. So weit, so gut. Also Notebook anschliessen. Das Bild war grob unscharf, genau wie ich es mitgekriegt habe. Naja, also stell ich die Schaerfe ein. Einwandfrei. Also was nun? Doch umtauschen gehen obwohl es keinen Sinn macht? Vielleicht wirds ja erst nach einer gewissen Zeit unscharf? Hmm...

Naja, jetzt sitz ich hier am Samstagmorgen schon seit ner Stunde im Buero und warte drauf, dass das Bild unscharf wird. Aber irgendwie will das verdammte Bild einfach scharf bleiben.

Ich glaub Scrubs Staffel 5 Wartet daheim auf ein neuntes Mal schauen. Aber vorher trotzdem noch nach Nottingham.

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Cupholder

Seit heute Nachmittag ist mir klar: Mein erster Eindruck von englischen Bauarbeitern ist absolut miserabel ... und ich mag sie nicht. Die Arbeitszeiten der Arbeiter auf unserer Baustelle die unsere Bueros renovieren sind eigentlich recht einfach beschrieben.
Ankunft auf Baustelle, 7.30h.
7.45h Teepause.
10.00h Teepause.
12.00h Mittagspause.
15.00h Teepause.
17.00h Feierabend.
Das ist nicht gerade motivierend, besonders wenn man immer ausgerechnet zu jenen Zeiten auf die Baustelle kommt, wenn die am Tee trinken sind. In der Annahme, dass Freitags dann halt auch bis 17.00 arbeiten wuerden (jaaa, ein bisschen naiv, ich weiss!!) bin ich dann auch um kurz vor fuenf auf die Baustelle und musste mit Entsetzen feststellen, dass niemand mehr da war. Ausserdem sah es aus wie ein Saustall und drum werd ich Montag morgen mit dem Vorarbeiter mal ein Woertchen wechseln (harrharrharr).
However. Immerhin stand das Wochenende vor der Tuer. Und ich hatte einen 60meilen-Tripp vor mir, um nach Grimsby ans Meer zu fahren. Unterwegs schnell was essen bei McDo und nen Kaffee mitnehmen fuer unterwegs. Was mich dann zu der Vermutung gefuehrt hat, dass McDo ein Abkommen mit Opel haben koennte welches besagt, dass Opel die Cupholder in den Autos exakt auf die Groesse der McDo-Becher abstimmt. Denn der Becher hat genau reingepasst. Kein rumwackeln, kein umkippen, perfekt. Das Auto hat sich mit Kaffeedurft gefuellt und meine eigentliche Reise konnte losgehen, mit 80mph und Tempomat ueber englische Strassen.
Englische Strassen sind im allgemeinen nicht in schlechtem Zustand und man kann eigentlich recht zuegig von einem Ort zum anderen kommen. Ein Problem ergibt sich erst Nachts, wenn man auf die eigenen Scheinwerfer und die nicht vorhandenen Strassenbeleuchtungen angewiesen ist. Aus Kontinentaleuropa war ich an diese weiss-schwarzen Reflektorstangen am Strassenrand gewoent, alle 50 meter. Aber hier??? NIX. Nur so pissige Dinger am Boden die meistens nichtmal mehr reflektieren, weil sie zu alt sind. Mit Fernlicht ist nix zu machen, weil andauernd Autos entgegenkommen. Und manchmal, wenn man besonders "Glueck" hat, erkennt man dann auch in 100 metern Anzeichen von Schildern, die einem andeuten, dass hier gleich eine 90 grad Kurve kommt und man besser bremsen sollte *grummelgrummel*.
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Kurs

Eigentlich wollte ich mich ja gestern noch darüber aufregen, dass wiedermal ein Kurs ansteht. Es ging um den Security Passport. Erschreckende eineinhalb Tage Powerpointkaraoke. Aber das war ja nicht das schlimmste. Die Tatsache, das der Kurs in englisch war, machte mir nichts aus. Vielmehr die Tatsache, dass ich hierbei einen Test absolvieren musste liess mich erschaudern.

Einen Test? Da Fall ich doch eh durch, so viele neue Begriffe, tausende neue Abkürzungen. Und dann alles gegebenenfalls noch ein zweites Mal.

Aber es kam anders (glücklicherweise).

Der Kurs ging von Dienstagmorgen bis heute Mittag. Keine Spur von langeweile. Entgegen allen Erwartungen sehr interessant. Und die Tests waren ... wir nennen es in der Schweiz "Dubbelisicher". Eigentlich könnte man die Tests auch ohne Kurs erfolgreich lösen. Und so habe ich den Kurs auch erfolgreich beendet und bin im Besitz eines Security-Passports *froi*, der 3 Jahre gültig.

Zwei erfreuliche Nebeneffekte hatte der Kurs ebenfalls. Erstens bin ich auf eine neue Homepage aufmerksam geworden www.safetyphoto.co.uk. Und zweitens bin ich in den Genuss von Napu gekommen. Nicht ganz so blutig wie Staplerfahrer Klaus, aber mindestens genauso gut.


Und von Napo gibts noch viel mehr auf YouTube ;)
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Ein paar Fotos

Ich bin zwar noch einige Monate hier, aber an englisches Frühstück an der Schnellstrasse am Imbissstand werd ich mich wohl nie gewöhnen. Hamburgerbrötchen mit Speck/Würstchen und wer well auch noch mit Spiegelei. Der Kaffee ist erstaunlicherweise recht gut.

Englisches Frühstück

Und morgen wieder den ganzen Tag am neuen Notebook arbeiten, ohne Internet, ohne Verbindung zur weiten Welt und ohne Skype. Hoffe das wird sich bald ändern. Denn morgen muss ich hier ausziehen aus dem Studentenwohnheim und bekomme was neues irgendwo in der Pampa, ohne Internet.

neues notebook

Heute Abend hab ich in Newark nen coolen Parkplatzgebührenbezahler entdeckt. Völlig ohne Elektronik und schnickschnack.

Parkplatz
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Weihnachten ende August

Wie Weihnachten heute. Endlich. Mein Büronotebook ist wieder da und ich bin positiv überrascht von Dell. Noch viel kleiner als mein eigenes und viel leiser.
Des weiteren gabs heute ein Bürohandy, womit sich die Zahl meiner aktiven Handys auf drei erweitert.

meine handys

Und als wäre das noch nicht genug, gabs heute auch noch die neue englische Bankkarte. Weiss, mit einem Pferd drauf. Unglaublich hey, die passt da halt voll nicht in meine bestehende Sammlung.
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Black Rat

Seit ich hier angekommen bin, hab ich oft den Eindruck irgendwo in einer Geisterstadtgegend bzw. einem Zombi-Videospiel zu sein. Die Baustelle ist, mal abgesehen von einer Handvoll Leute, total ausgestorben. Die 2km lange Strecke vom Eingang der Baustelle bis zu unserem Bürogebäude ist gesäumt von rot-weiss-gestreiften Metallfässern, die mich immer an Half-Life 2 erinnern. Ausserdem ist alles irgendwie zugewuchert und bewölkt. Aber das absolute Highlight ist ja das Geäbude an sich. Vor 7 Jahren irgendwie fluchtartig verlassen, ist es eine wahre Reise in die Vergangenheit wenn ich mich auf Streifzügen durch die verstaubten und zugestellten Zimmer mache. Die Neonröhren flackern, die Storen an den Fenstern sind zu, so dass nur minimales Licht in den Raum kommt. Und überall gibt es aufregende Sachen in den Schreibtischschubladen und Büroschränken zu entdecken. Heute beispielsweise ein Stempelkissen mit Stempeln ... also ich kann mich für sowas ungemein begeistern =)

Rezeption

Ausserdem stehen hier massig alte PC's aus dem Jahr 2000 rum mit sämtlichem Zubehör. Hätte man mich gestern gefragt wie ein "Pentium 3"-Logo aussieht, hätt ich dies nicht mehr gewusst. Heute ist das anders. Den halben Tag haben wir ein Zimmer ausgeräumt und entrümpelt und es gegen Abend zu unserem Stammbüro erklärt, mit 4 Schreibtischen und einem Meeting-Tisch in der Mitte.

Pentium 3

Ganz im Sinne von Capture-the-Flag haben wir heute auch unsere offizielle Flagge provisorisch gehisst und jetzt weiss jeder, wer der Meister im Haus ist.

Alstom

Ausserdem konnte ich heute einen Blick in einen der letzten abgeschlossenen Räume erhaschen und hab dort schwarz-gelb-gestreiftes Panzertape entdeckt. Mal schauen ob ich da irgendwie rankomme ;)
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Erste Eindrücke von der Insel

Jetzt sitz ich hier in England und hab schon am zweiten Tag unerwartet Zugang zum Internet.

Letzte Eindrücke der Schweiz am Flughafen Zürich. Starbucks. Burgerking. McDonalds.

Swiss-Flug

Spektakulär, wie immer, Start und Landung. Besondes der Start. Hektisches aufdrehen der Frischluftzufuhr bei der hälfte der Kabine. Sicherheitshinweise, playback dargestellt von den Stewardessen. 2x Kaffee, Weltwoche lesen, nicht aus dem Fenster schauen weil ich nen Mittelsitz hatte und keine Turbulenzen. Ein paar mal jedoch konnte ich einen gewagten Blick aus dem viel zu kleinen Fenster werfen. Meistens nur ein riesiges Wolkenmeer und Sonne. Manchmal aber - eigentlich nur einmal kurz vor der Landung - ein etwas ergründlicher Blick. Grüne Wiesen, Hecken, auf der falschen Seite fahrende Autos. Dann die Landung und erster Kontakt mit englischem Grund und Boden. Die erste Etappe auf meiner Reise war erfolgreich abgeschlossen. Und wie gehts weiter? Bahnhof suchen.

Birmingham

Der Bus den ich fälschlicherweise genomme hatte, furh dann nur zum Parkplatz. Aber das sollte mich nicht aus dem Konzept bringen. Und später hab ich dann auch den Shuttle direkt zum Bahnhof gefunden. Leider gab es irgendwie keine Rolltreppen und ich musste meinen Koffer alle Treppen hoch und runter tragen. Entgegen allen Erwartungen und Vorurteilen, war der Zug sogar fast pünktlich. Irgendwie sind die Züge hier effektiv schmaler und reiseunfreundlicher, denn der Platz für Koffer ist nur sehr begrenzt. Nach 15 Minuten Ankuft in Birmingham New Street. Erste Eindrücke von der zweitgrössten Stadt in England: Starbucks, Burgerking, McDonalds ... und Pumpkin Café, UpperCrust und Subway.
Aus Angst davor beklaut zu werden, wollte ich nicht den Bahnhof verlassen um mir was zu Essen zu besorgen. Und so wartete ich gute 40 Minuten auf den Zug, mit knurrendem Magen. Ununterbrochen kamen Ansagen aus den Lautsprechern und jede zweite fing an mit "I'm sorry to announce, that the train fizzyfuzzy has about 9 minutes delay". Tolle aussichten.
In Nottingham hab ich mir dann einen Kaffee bei Pumkin Café gegönnt und kann sagen, never ever. Seit diesem Zeitpunkt spiele ich mit dem Gedanken rum, ob an der These "Je schlechter der Durchschnittskaffee, desto mehr Starbucks" was wirkliches an sich hat. Hunger hatte ich aber immernoch.
Schliesslich, nach 3 Stunden Zugfahrt und 7 Meilen Autofahrt ankunft in Newark Castle bzw. Baustelle. In der "Küche" (dazu das nächstemal Mehr) ein Tablett mit Essen. Ich war hungrig ...

was ist das??

... aber dieses Erscheinungsbild hat mir Angst gemacht!!!!!!!! Ich hab nix gegessen.
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Airport Zürich

Endlich ist es soweit...ab gehts nach UK. Mein Koffer war (bzw. ist) 21.6 kg schwer, dass hat aber die Frau am Check-In-Schalter nicht weiter gestört. Das Pipsdings am Gate-Eingang hat auch keine erwähnenswerten probleme bereitet. Aber ich musste dieses Mal sogar mein Notebook in eine seperate Durchleuchtungsschale legen. Und jetzt ist es 10:50 Uhr und mein Flieger geht um 12:10 Uhr. Also wart ich jetzt hier noch ne runde und such mal ein Plätzchen, von wo aus ich besser die ankommenden und abfliegenden Flugzeuge sehen kann.

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Ausserdem hab ich gerade Bescheid bekommen, dass ich das letzte Jahr offensichtlich bestanden habe und keine Nachprüfung schreiben muss...freu =)

Irgendwie war glaub Final Destination am Samstagabend nicht so förderlich für die Aufgeregtheit so kurz vor dem Flug...
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Next1-10/14