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Ausflug an die Ostküste

Meine Reihe der Englanderkundungen am Wochenende geht weiter. Nach Lincoln und Nottingham habe ich mich dieses Wochenende (bzw. eigentlich nur Freitagabend und Samstag) mit halbvollem Tank auf den Weg an die Nordsee gemacht. Um Lincoln rum, über die Humberbridge (£2.70) vorbei an Hull, durch Beverly, richtung Osten. Die ganze Fahrt eigentlich nur Vorfeude auf das Meer, die frische Luft, den Wind. Wahrscheinlich haben mich diese Vorstellungen dann etwas geblendet auf meiner Fahrt, denn es sollte alles ... naja, zumindest einiges, anders kommen. Um 10 Uhr morgens war noch nicht sooo viel Verkehr, aber ich hätte stutzig werden können, wären da am Horizont nicht diese Klippen, der klare blaue Himmel und die Vorfreude gewesen. Und plötzlich war es da.

Ein Ortseingangsschild. Froi. Aber wo soll ich jetzt parken mit meinem "Schiff" (der Vectra ist definitiv grösser als der Astra und der Fiesta). Irgendwo war ein "Free Parking" Schild, ich bin aber glaub extra dran vorbei gefahren, weil ich nicht soweit zum Strand laufen wollte. Will ich bei TESCO parken? Definitiv NEIN!!! TESCO ist böse, ich geh nur zu ASDA und Morrisons. Also dann einfach mal den ganzen anderen Autos folgen. Und die fuhren dann zu den freien Parkplätzen. Vorbei an Spielhöllen, Touristenattraktionen, Snackständen, Strandponys und vielen parkenden Autos, bis dann die freien Parkplätze kamen. Nächstes Ziel, Parkticket. Der Blick ins Portemonnaie hat mit dann verraten, 1.56 £ sind nicht sooo viel, reicht vielleicht für zwei Stunden. Es hat gerade mal für eine gereicht. Also hab ich mich unter die Touristen gemisch und mir nen Yorkie-Riegel gekauft (NOT FOR GIRLS :P) um kleingeld zu bekommen.

Nein, ich sehe mich nicht als Touristen!!! Touristen sind für mich "Urlauber aus dem Ausland, die für maximal 2 Wochen im Land arbeiten". So wie die in Italien. Oder auf Mallorca. Oder in Paris. Ich bin zwar kein Engländer, aber 1. ich arbeite hier für knapp 6 Monate, 2. ich spreche die Einheimischensprache und 3. ich mach hier definitiv keinen Urlaub. Erstaunt hat mich dann aber, dass ich glaub einer der geschätzten 1% nicht-Engländer war. Diese Tatsache, sowie der Streik der Eisenbahner in Frankreich und die daraus resultierende Verkehrschaos um das Rugby Finale in Paris haben mir die Franzosen gerade wieder ein Stückchen sympatischer gemacht als die Engländer.

(Warum die französischen Eisenbahner streiken? Ganz einfach. Die Franzosen sind im Ruby-Worldcub schon draussen und mögen die Engländer nicht. Die Engländer sind aber, bless my cotton socks, im Finale. Und da haben halt die Eisenbahner entschieden zu streiken, um die englischen Touristen/Fans/nicht-Französisch-sprecher daran zu hindern ans Finale zu kommen. Eigentlich ganz einfach.)

Um dann diesen ganzen Touristenmassen zu entgehen, hab ich mich dann auf den Berg geschleppt um mir die Burg anzuschauen und ein paar Fotos zu machen. Und es hat sich gelohnt. Es war praktisch leer. Keine Spielhallen, keine Snackbars, nix. Aber die Aussicht dafür genial.

Auf meinem Weg nach Whitby liegt ein kleines (touristen-)Nest namens Robin Hood Bay. Die Fahrt dort hin war eigentlich genauso aufregend wie der Ort selber. Gefälle bis 25%, Kuven, viel zu enge Strassen. Es hätte definitiv noch mehr Spass gemacht mit einem kleineren Auto. Aber wieder. Parkplatz. Parkticket. 3£ für zwei Stunden. Unglaublich.

Und da kam mir dann zum ersten mal meine neueste These in den Sinn. England ist ein wunderschönes Land, solange keine Touristen da sind. Mal schauen, ob sich das bewahrheitet (wovon ich überzeugt bin). Scarborough? Stimmt. Robin Hood Bay? Stimmt auch!!!

Und Whitby? Definitiv auch!!! Und drum erspare ich mir erläuterungen über Whitby. Nur so viel. Pepsi aus Frankreich, kaputte Kirche, angeblich Friedhof, Lord Nelson, Walknochen, Menschenmassen.

Die Heimreise war wesentlich aufregender als Whitby. Humber Bridge, Motorway, Tempomat, ein Berner der den Verkehr aufgehalten hat, zwei grosse Kübel Ben's Eis (Fossil Fuel, Half baked) für 4£ in ASDA und 40 liter Disel für 40£.

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tom:content>Daily LifeEnglandFotos
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IKEA

Schon während Ocean's 13 im Kino ist mir aufgefallen, dass ich wohl bereits berufskrank bin und mich das Bauingenieurwesen nicht mehr so ohne Weiteres durch die Welt gehen lässt. Eigentlich wollten wir heute Mittag nur bei IKEA ein paar Hot-Dogs essen gehen und dann wieder heimfahren zum lernen. Aber neben dem IKEA ist eine riesige Baugrube und die haben da irgendwas gehämmert bzw. gerammt. Zuerst dachten wir es seinen Spundwände. Aber es waren Pfähle. Teilweise wurden die Ummantelungen in den Boden gebohrt, teilweise nur ... keine Ahnung was die da genau gemacht haben, aber es hat interessant ausgesehen. So mit nem Bagger und dann Erde rumschaufeln.

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Und dann in Basel am Bahnhof, ein Stand von Dr. Oetker. Mit so komischen Pizzabroten. Natürlich hab ich mir beim essen dieser heissen Teufelsdinger den Mund verbrannt und trotzdem das Tram verpasst.

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Staub-Saab

Im guten Durchschnitt schaff ichs, dass ich einmal die Woche mit der Lili nach Weil am Rhein fahren kann um dort einzukaufen oder ins Kino zu gehen. Im Rheinpark-Parkhaus steht in der ersten Parkebene ein roter (?) Saab. Der steht da schon seit wir in Basel studieren. Gestern war es endlich mal soweit, dass wir ausgestiegen sind und uns diese Karre mal genauer angeschaut haben. Englisches Kennzeichen. Rot (?). Linksgesteuert. Total verstaubt. Aber nicht einfach nur so eine lustige locker aufliegende Staubschicht, sondern ein richtig fieser Dreckfilm!!! Da ist nix mit mal schnell was auf die Heckscheibe schreiben, da muss man richtig ritzen. Nichtmal mein Zippo ist da durchgekommen, also hab ich mit den Fingernägeln mal gross ein "E-BAY" dadraufgekritzelt. Mal schauen wie lange der da noch vor sich hinschimmeln wird.

Dreckfilm Saab im Rheincenter in Weil am Rhein
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Die Imaginäre Toilette

An dieser Stelle feierlich das erste Foto auf meinem Blog. Es heisst: Die Imaginäre Toilette. Entstanden vor knapp 2 Wochen, am Morgen nach dem Unifest der HSG (St.Gallen).

Die imaginäre Toilette
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